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Leichenschauschein (Totenschein, Todesbescheinigung)

Was ist der Leichenschauschein?

Jeder Todesfall muss im Rahmen einer Leichenschau untersucht werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Leichenschau muss ein Arzt oder eine Ärztin unter anderem die Todesart, den Todeszeitpunkt und die Todesursache feststellen. Dabei werden die Untersuchungsergebnisse der Leichenschau im Leichenschauschein dokumentiert.

 

Wozu braucht man einen Leichenschauschein?

Im Totenschein werden die Todesart (natürlich / nicht natürlich) und die Todesursache in schriftlicher Form dokumentiert. Der Leichenschauschein muss beim Standesamt eingereicht werden, damit die Sterbeurkunde des/der Verstorbenen beantragt und ausgestellt werden kann. Auch die Genehmigung zur Feuerbestattung erfolgt auf Grundlage des Leichenschauscheins. In allen deutschen Bundesländern außer Bayern erfolgt darüber hinaus eine amtsärztliche zweite Leichenschau, bevor Verstorbene kremiert werden dürfen. So werden die Angaben der ersten Leichenschau verifiziert und sichergestellt, dass kein nicht-natürlicher Tod vorliegt, ehe mögliche Beweise unwiederbringlich vernichtet werden.  Anhand des Leichenschauscheins werden auch bevölkerungsstatistische Daten erhoben.

An Seilen befestigte Einbalsamierungsliege über einem Metalltisch.