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Ruhezeit

Was ist die Ruhezeit?

Als Ruhezeit wird der Zeitraum zwischen der Bestattung eines/einer Verstorbenen und der Auflösung des Grabes bezeichnet. Während dieser Zeit darf die Grabstelle nicht neu belegt werden.

Warum gibt es die Ruhezeit?

Wird ein:e Verstorbene:r im Rahmen einer Erdbestattung beigesetzt, muss sichergestellt werden, dass der Leichnam komplett verwest ist und auch der Sarg weitestgehend zersetzt ist, bevor die Grabstelle neu belegt wird.

Wie lange dauert die Ruhezeit?

Wie lange die Ruhezeit dauert, variiert von Friedhof zu Friedhof. Die Verwesungsprozesse im Körper beginnen mit dem Tod eines Menschen und dauern mehrere Jahre bis Jahrzehnte. Grundsätzlich liegt die Ruhezeit für Erdbestattungen meist zwischen 20 und 30 Jahren. Sie kann für Urnenbestattungen verkürzt sein. Dass die Ruhezeit individuell von den jeweiligen Friedhofsträgern geregelt wird, liegt vor allem daran, dass sich die Bodenbeschaffenheiten auf Friedhöfen oft unterscheiden. Diese haben großen Einfluss auf die Verwesungsprozesse. Beispielsweise beschleunigen saure und sandige Böden die Prozesse, während sie von lehmhaltigen Böden erschwert werden.

Oberkörper in Anzug, Hut wird von Händen in weißen Handschuhen vor die Brust gehalten.

Kann die Ruhezeit verlängert werden?

Wenn es sich bei der Grabstelle um ein Wahlgrab handelt, kann das Nutzungsrecht durch die Angehörigen verlängert werden. Zumeist darf auf der Grabstelle dann auch eine neue Bestattung eines Sarges stattfinden. Hingegen werden Reihengräber für Särge oder Urnen nach Ablauf der Ruhezeit aufgelöst und neu belegt.