Neuigkeiten bei HAHN Bestattungen

29. September 2021: 170 Jahre HAHN Bestattungen

Ein weiteres Jahrzehnt der Firmengeschichte wurde vollendet: am 29. September konnten drei Generationen der Familie Hahn und 50 Mitarbeiter das 170-jährige Bestehen von HAHN Bestattungen gemeinsam begehen.

 

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1. September 2021 bis 17. Januar 2022: Ausstellung "Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne" in der Berlinischen Galerie

Aus dem Geleittext zur Ausstellung:

Ferdinand Hodlers (1853–1918) ausdrucksstarke Figurenbilder, Berglandschaften und Porträts sind Ikonen der Moderne. Bereits zu Lebzeiten fand das Werk des Schweizer Malers, der den Symbolismus mitgeprägt hat, international große Beachtung. Was heute kaum noch bekannt ist: Hodlers Weg zum Ruhm führte über Berlin. Von 1898 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs stellte der Künstler nahezu jährlich hier aus. Die Ausstellung „Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne“ zeigt rund 50 Gemälde des Künstlers, darunter 30 aus dem Kunstmuseum Bern, das Kooperationspartner der Schau ist. Hinzu kommen weitere Werke von Künstler*innen der Berliner Secession, die mit Hodler zusammen in Berlin ausgestellt haben, wie Lovis Corinth, Walter Leistikow, Hans Thoma und Julie Wolfthorn.

 

Zeitgenoss*innen sahen in Hodler vor allem den „Menschendarsteller, der durch den Körper die Seele zu gestalten weiß“, so der Künstler Paul Klee 1911. Hodler setzte mit seiner Kunst auf Vereinfachung und Größe. Die zeitlos eleganten Haltungen und zarten Gesichter seiner Tänzerinnen und Jünglinge fesseln bis heute. Sie wirken archaisch, oft ernst und doch auch beseelt, voller Leichtigkeit und Leben. Hodler schöpfte für seine Kunst aus der Natur, als deren Teil er den Menschen verstand. Die Luft, die seine Figuren atmen und seine Berge umweht, ist kalt und klar. Der Künstler, schrieb Hodler selbst in einem seiner programmatischen Texte, „zeigt uns eine vergrößerte, eine vereinfachte Natur, befreit von allen Details“.

Heute ist Ferdinand Hodler unbestritten der populärste Maler der Schweiz und gilt neben Paul Cézanne, Vincent van Gogh oder Edvard Munch als Schlüsselfigur der modernen Kunst. Zuletzt war sein Werk 1983 in größerem Umfang in Berlin zu sehen. Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie präsentiert den Künstler erstmals als eine feste Größe der Berliner Moderne. Zu entdecken sind eine Auswahl seiner bedeutendsten symbolistischen Figurenbilder, die Hodlers Erfolg in der deutschen Reichshauptstadt begründeten, seine unverwechselbaren Berglandschaften und herausragende Porträts, die schon das zeitgenössische Berliner Publikum begeisterten: „In der Künstlerbund Ausstellung. Der stärkste Eindruck Hodler“, notierte beispielsweise der einflussreiche Sammler und Mäzen Harry Graf Kessler 1905 in sein Tagebuch.

Die Ausstellung „Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne“ zeichnet die Erfolgsgeschichte des Schweizers an der Spree nach. Hier waren seine Werke zunächst in der Großen Berliner Kunstausstellung, dann in der Berliner Secession und in renommierten Galerien der Stadt wie den Kunstsalons Fritz Gurlitt und Paul Cassirer zu sehen. Bereits in seiner Zeit wurde Hodler als typischer Ausstellungskünstler wahrgenommen, der über die schweizerischen Landesgrenzen hinaus europaweit Karriere machte. Nach ersten Erfolgen in der Heimat, wo Hodlers Werk kontrovers diskutiert wurde, baute er Beziehungen nach Paris, München, Wien und Berlin auf und zeigt seine Werke dort im Umfeld führender Avantgardevereinigungen.

Die eher preußisch-nüchterne Mentalität in Berlin machte es Hodler zunächst schwer, sich mit seinen symbolistischen Figurenbildern durchzusetzen. Der Schweizer polarisierte. Er begeisterte Künstlerinnen und Kritikerinnen, die der Moderne aufgeschlossen gegenüberstanden. Das breite Publikum, das sich in Berlin noch mit Naturalismus und Impressionismus vertraut machte, konnte er erst nach und nach gewinnen. Als der Galerist Paul Cassirer 1907 Hodlers naturalistisches Frühwerk sowie Porträts und Landschaften in eine Gruppenausstellung einbezog, erfuhr der Künstler breitere Akzeptanz in der Stadt. Cassirer war es auch, der Hodler 1911 eine umfangreiche monografische Schau ausrichtete. Als Teil einer größeren Ausstellungstournee, die Köln, Frankfurt am Main, Berlin und München umfasste, berücksichtigte sie alle Facetten des Hodler’schen Werks. Besonders herausgehoben wurden die Landschaften, die sich in Sammler*innenkreisen großer Beliebtheit erfreuten.

In der zweiten Hälfte der 1900er Jahre kündigte sich in Berlin der Expressionismus an. Für die Kunstszene der Metropole führte dies um 1910/11 zu einem Paradigmen- und Generationenwechsel. Hodler galt aufgrund seiner spannungsgeladenen Umrisslinien, die uns heute fast comic-haft erscheinen, und seiner freien Farb- und Formensprache bereits damals als Wegbereiter von Expressionismus und Abstraktion. Als der Schweizer unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkriegs zusammen mit anderen Künstlern und Intellektuellen in Genf einen Protest gegen die Beschießung der Kathedrale von Reims durch deutsche Truppen unterzeichnete, löste dies in Deutschland eine Welle der Entrüstung aus. Die Presse machte daraus den „Fall Hodler“, der unter anderem dazu führte, dass der Maler aus deutschen Künstler*innenvereinigungen ausgeschlossen wurde. Bei Kriegsende war der im Mai 1918 verstorbene Künstler in Deutschland jedoch weitgehend rehabilitiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Wienand Verlag sowie ein kostenfreier Audioguide in deutscher und englischer Sprache.

 

 

 

HAHN Bestattungen hat die Ausstellung in der Berlinischen Galerie mit einer Spende unterstützt.

 

 

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17. Oktober 2021 bis 22. Januar 2022: "Carl Blechen" in der Liebermann-Villa

Aus dem Geleittext zur Ausstellung:

Carl Blechen (1798-1840) zählt neben Caspar David Friedrich zu den bedeutendsten deutschen Landschaftsmalern des frühen 19. Jahrhunderts. Atmosphärische Werke mit dramatischen Lichtinszenierungen, leuchtenden Farben und geheimnisvollen Bildmotiven prägen sein Schaffen. Schon zu Lebzeiten wurden seine Bilder hochgeschätzt. Sowohl die Akademie der Künste als auch die Nationalgalerie bauten kurz nach Blechens Tod wichtige Sammlungen seiner Arbeiten auf. 1913 gründete seine Heimstadt Cottbus eine inzwischen umfassende Blechen-Sammlung, die heute in der Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Park und Schloss Branitz aufbewahrt wird. Auch große Ausstellungen um die Jahrhundertwende, in denen er mit bemerkenswerten Arbeiten prominent vertreten war, betonten sein künstlerisches Ansehen.

Als Max Liebermann im Oktober 1920 Präsident der Berliner Akademie der Künste wurde, widmete er eine seiner ersten Ausstellungen dem Gesamtwerk Blechens.
 

 Etwa 80 Jahre nach Blechens frühem Tod versammelte Liebermann im Herbst 1921 rund 120 Werke des Malers in den Räumen der Akademie am Pariser Platz. In seinem begleitenden Ausstellungstext bekräftigt Liebermann Blechens große Wirkung:

„Einer der wenigen Auserwählten […] der nicht nur zu den Besten seiner Zeit gehörte – und als solcher übrigens von seinen Zeitgenossen eingeschätzt wurde […] – sondern der auch auf die Besten seiner Zeit […] einen entscheidenden Einfluss ausgeübt hatte.“

Max Liebermann lobte vor allem die Studien von Blechens Italienreise 1828-1829, die er als klare Vorläufer des Impressionismus ansah. In diesen Bildern sei es dem Künstler gelungen, so Liebermann, seine subjektive Wahrnehmung in ein naturalistisches Bild „hineinzumalen“, wie er in seinem Ausstellungstext weiter ausführte:

„Die Studien, die er von [Italien] mitbringt (oft im kleinsten Format) geben das Höchste, was ein Maler zu geben hat, sie geben das wieder, was Blechen gesehen hat: Das Einfachste und daher Schwerste.“

Zum 100-jährigen Jubiläum der Akademieausstellung 1921 zeigt die Liebermann-Villa am Wannsee ab 17. Oktober 2021 eine Auswahl von Blechens Werken aus der Sammlung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum in Cottbus. Ausgehend von der historischen Ausstellung werden neben der Präsentation dieser besonderen Studien und Werke Blechens seine künstlerischen Einflüsse auf Max Liebermann genauer beleuchtet: Was schätzte Liebermann an Blechen? Welche Bedeutung hat der Cottbuser Landschaftsmaler für die Entwicklung der modernen Malerei? Wie fügt sich Liebermanns Einschätzung in die lange und wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Landschaftsmalers zwischen Romantik, Moderne und Nationalsozialismus ein?

 

HAHN Bestattungen hat mit einer Spende die Ausstellung in der Liebermann-Villa unterstützt.  

 

liebermann-villaDie Liebermann-Villa am Wannsee

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