HAHN Bestattungen - Seit 1851 im Familienbesitz

Särge aus Pappe oder ähnlichen Materialien werden oft als besonders günstig und ökologisch angepriesen. Allerdings gibt es kaum etwas umweltfreundlicheres als einen Sarg aus heimischen Hölzern. Holz ist grundsätzlich CO2-neutral, da bei der Verbrennung nur soviel Kohlenstoff frei gesetzt wird, wie der Baum in seinem Leben eingespeichert hat. Auch der Preis ist nicht so günstig wie er immer kommuniziert wird, denn ein einfacher Kiefernsarg ist oft sogar noch etwas günstiger.

Problematisch wird es bei der Einäscherung und viele Krematorien verweigern die Annahme von Pappsärgen aus Kostengründen. Bei der Kremation wird der Holzsarg mit dem Verstorbenen in den vorgeheizten Ofen eingebracht und das verbrennende Holz liefert dabei einen Großteil der Energie. Ein Pappsarg verbrennt innerhalb weniger Sekunden und erzeugt dabei keine Temperatur, die für die Einäscherung benötigt wird. Das Krematorium muss Energie zuführen. Dabei entstehen zusätzliche Kosten, die bei eine Zunahme von Pappsärgen zur Erhöhung der Einäscherungsgebühren führen würde.

Weitere Nachteile sind auch beim Transport von Verstorbenen festgestellt worden, denn wenn Feuchtigkeit in das Material eindringt, verliert Pappe ihre Festigkeit und verformt sich. Die Vorteile, wie eine einfachere und kostengünstigere Lagerung, wiegen leider die aufgeführten Nachteile nicht auf. Daher bieten viele Bestatter in Deutschland diese Alternative erst gar nicht an. In anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, ist der Pappsarg jedoch fester Bestandteil der Bestattungskultur, allerdings darf man den amerikanischen Einäscherungsprozess nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Der Großteil der Krematorien in Amerika würde nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz sofort geschlossen werden.

Weitere Informationen finden Sie unter http://bestatterweblog.de/pappsarge/

Nein. Beim Einäscherungsprozess befindet sich immer nur ein einzelner Sarg mit einem Verstorbenen in der Brennkammer.

Nach der Einäscherung wird die Asche entweder durch eine Drehklappe im Boden (Etagenofen) oder durch Abziehen nach hinten (Flachbettofen) weitertransportiert. Erst dann wird der nächste Verstorbene in die Brennkammer eingebracht. Durch diesen Vorgang wird eine Vermischung der Asche vermieden. Ein Schamottestein mit einer Registriernummer begleitet von der Anlieferung des Sarges bis in die Urne den Verstorbenen. Der feuerfeste Stein wandert durch den kompletten Einäscherungsprozess, um Verwechslungen zu vermeiden. Beim Abfüllen der Asche in die Urne wird kontrolliert, dass Name, Daten und Registriernummer mit dem Schamottestein übereinstimmen.

Auch falls eine spätere Exhumierung der Urne erfolgt, ist durch den Schamottestein eine Identifizierung immer möglich.

Nein. Bei den Einäscherungstemperaturen von etwa 850 Grad im Krematorium verbrennen alle Gewebe- und Holzbestandteile. Der Sarg liefert zusätzliche Energie und wird dabei komplett in Rauchgas umgewandelt. Übrig bleiben nur die nicht brennbaren Materialien, wie Nägel, Schrauben und Klammern. Vom Verstorbenen bleiben Implantate aus Metall und der ebenfalls nicht brennbare Knochenkalk übrig. Nachdem alle Fremdstoffe mit einem Magneten entfernt wurden, befindet sich in der Urne fast nur noch die Asche des menschlichen Skelettes.

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