Firmenchronik HAHN Bestattungen

1851–1900: Vom Tischler zum Bestatter

Am 29. September 1851 gründete der Tischlermeister Friedrich Hahn eine Tischlerei mit Sargherstellung.

1880 übernahm sein Sohn Theodor Hahn, ebenfalls Tischlermeister, die Führung des Unternehmens, das noch in der Neuen Straße in Tempelhof bei Berlin (Kreis Teltow) ansässig war.

 

chronik 01 friedrich 470Firmengründer Friedrich Hahn

chronik 02 theodor 235Theodor Hahn

 

Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein erstes kleines Sargmagazin am heutigen Tempelhofer Damm 157 in Tempelhof. Dort befand sich bis April 2013 die Zentrale der Firma. Zur Jahrhundertwende waren in der Tischlerei über 100 Mitarbeiter beschäftigt.

 


 

1900-1945: Bestatter und Fuhrunternehmer

1911 übergab Theodor Hahn seinem ältesten Sohn Georg Hahn die Verantwortung für die Bautischlerei und widmete sich nun ausschließlich dem Bestattungsinstitut.

 

chronik 05 1930er  Jahre Tempelhof 490Das Stammhaus am Tempelhofer Damm in den 1930er Jahren


Ab 1922 führte sein jüngerer Sohn Willi Hahn, nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, das Bestattungsunternehmen weiter.

 

chronik 03 Familie 1938 470Familie Hahn 1938: Willi Hahn mit Ehefrau Gertrud und Sohn Hans-JoachimHans-Joachim Hahn, ca. 1942Hans-Joachim Hahn als Oberschüler, um 1942

 

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Bestattungsinstitut von Gertrud Hahn, Ehefrau von Willi Hahn, allein geführt. 1944 wurde die Betriebsstätte am Tempelhofer Damm vollständig durch Bomben zerstört. Gertrud Hahn begann, auf sich allein gestellt, mit dem Wiederaufbau der Firma.
 

chronik 06 1944-1 235Das zerstörte Stammhauschronik 07 1944-2 650April 1944

 


 

1945-1970: Vom Beerdigungsinstitut zum Filialbetrieb

In den Nachkriegsjahren wurde das Familienunternehmen unter der Leitung des Sohnes Hans-Joachim Hahn erheblich ausgebaut.
Bis 1970 wurden fünf neue Filialen eröffnet.

  • im Januar 1948 in Lichterfelde
  • im Mai 1948 in Lankwitz 
  • 1953 in Mariendorf, Mariendorfer Damm
  • 1968 in Alt-Mariendorf, Reißeckstraße
  • 1970 in Lichtenrade

Filiale Lichterfelde 1951Filiale Lichterfelde 1951

Filiale Lankwitz 1951Filiale Lankwitz 1951

 


 

Ab 1970: Entwicklung zum modernen Dienstleistungsunternehmen

Moderne klimatisierte Räume wurden in der Reißeckstraße, dem Standort des eigenen Fuhrparks, eingerichtet. Dort entstand auch der erste Abschiedsraum für Aufbahrungen.

Hans-Joachim Hahn leitete über vierzig Jahre die Firma. Seine beiden Töchter Editha und Regina traten auch in das Geschäft ein.
Alle drei legten die Prüfung zum Fachgeprüften Bestatter ab.

Bereits 1984 wurde die gesamte Buchhaltung und Auftragsbearbeitung auf Computerbetrieb mit innovativer, eigens für HAHN Bestattungen entwickelter Software umgestellt.

 


 

2001: 150-jähriges Firmen-Jubiläum

Das Jahr 2001 war ein ganz besonderes für die Familie Hahn.
Mit über 400 Gästen wurde das 150-jährige Jubiläum des Unternehmens gefeiert.
Unter den Ehrengästen waren u.a. der Regierende Bürgermeister, der Bezirksbürgermeister von Tempelhof und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

 

chronik 11 150jahre3 600150 Jahre HAHN: Festakt mit 400 Gästen

Aus langjähriger Verbundenheit der Familie Hahn mit dem Zoologischen Garten Berlin wurde ein Scheck über 5.000 DM an den Zoo - vertreten durch Herrn Klös - übergeben.

 

chronik 12 150jahre1 490Ein Scheck für den Zoologischen Garten Berlin

chronik 13 150jahre2 235Hans-Joachim Hahn empfängt die Ehrenurkunde des Bundesverbandes Deutscher Bestatter

 


 

Hans-Joachim Hahn (1927-2003)

chronik 14 hjh2001 490Hans-Joachim Hahn (1927 - 2003)

Am 24. November 2003 verstarb Hans-Joachim Hahn nach mehr als vierzigjähriger Tätigkeit im Familienunternehmen HAHN Bestattungen.

Er war Gründungs- und jahrzehntelang auch Vorstandsmitglied der Bestatter-Innung von Berlin und einer der Mitbegründer der Deutschen Seebestattungs-Genossenschaft.

Über 400 Trauergäste nahmen in der Dorfkirche Tempelhof in einem bewegenden Trauergottesdienst von ihm Abschied.

 


 

2011: 160-jähriges Firmen-Jubiläum

160 Jahre waren Anlass für eine Feier mit zahlreichen geladenen Gästen. Unter ihnen waren der Präsident der Handwerkskammer, der Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, der Stellvertretende Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, der Obermeister der Bestatter-Innung und seine Stellvertreter, Vertreterinnen des Verbandes deutscher Unternehmerinnen sowie unsere Geschäftspartner und Nachbarn.

 

chronik 15 160 1 470Stefan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer, überreicht die Ehrenurkunde an Editha Hahn-Fink und Robert Hahnchronik 16 160 2 470Historisches Tischlerwerkzeug aus Familienbesitz in der Ausstellung zur Firmengeschichte

 

Im Rahmen eines Festakts wurden Spenden an zwei wohltätige Einrichtungen übergeben: den Hospizdienst Christophorus, dessen Schirmherrin Brigitte Grothum den Scheck persönlich entgegen nahm, sowie den Kinderschutzengel e.V., vertreten durch die Gründerin Jaqueline Boy.

 


 

19. April 2013: Verlegung des Firmen-Hauptsitzes nach Alt-Mariendorf

Am 19. April 2013 wurde nach über 120 Jahren am Tempelhofer Damm der Firmenhauptsitz nach Alt-Mariendorf verlegt. Nach mehrmonatigen Umbau der ehemaligen Sargfabrik in der Reißeckstraße befinden sich nun Geschäftsleitung, Fuhrpark und "Zentrale" an einem gemeinsamen Standort. Im historischen Stammhaus ist nach wie vor die Filiale Alt-Tempelhof.

Die neu gestalteten Räume bieten auch Platz für Veranstaltungen zu verschiedenen Themen und Anlässen.

 

Die Firmenzentrale in der ReißeckstraßeDie Firmenzentrale in der Reißeckstraße

 


 

Zukunftsweisende Neuerungen

Im Verlauf seines Bestehens hat sich das Familienunternehmen HAHN Bestattungen gewandelt. Bei seiner Gründung war es ein Meisterbetrieb des Tischlergewerbes, doch seit Ende des 19. Jahrhunderts hat es sich kontinuierlich zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb mit fast 40 Mitarbeitern weiterentwickelt.

Die Mitarbeiter in den 10 modernen Filialen beraten ausführlich und einfühlsam, um die richtige Form für den angemessenen Abschied zu finden.

Bereits Anfang des Jubiläumsjahres 2001 wurde eine moderne Trauerhalle mit Plätzen für 70 Trauergäste eingeweiht. Der großzügige, helle und mit moderner Technik ausgestattete Raum bietet einen angemessenen Rahmen für würdevolle Abschiednahmen und Trauerfeiern.

Seit 1998 ist Editha Hahn-Fink Geschäftsführerin und führt das Familienunternehmen innovativ und traditionsbewusst weiter.
Es gab vier weitere Neueröffnungen von Filialen.

  • 2001 in Zehlendorf
  • 2002 in Lichterfelde-West in der Moltkestraße 
  • 2006 in Charlottenburg / Westend
  • 2013 in Wilmersdorf

Filiale Wilmersdorf 2013Filiale Wilmersdorf 2013

Meisterbrief 350Meisterbrief

Robert Hahn, die nunmehr 6. Generation des Familienunternehmens, legte 2012 vor der Handwerkskammer die Prüfung zum Bestattermeister ab.

Ein Mitarbeiter legte die Prüfung zum Geprüften Bestatter ab.

 

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